Das Ganzheitliche Management-Modell

Im Ganzheitlichen Management-Modell gibt es zwei Achsen.

Die horizontale Achse t spiegelt die Zeitdimension wieder. t-1 kennzeichnet die Vergangenheit, t+1 die Zukunft. Der Optimalzustand t0 ist die „aktuellste Gegenwart", das „Hier und Jetzt".

Die vertikale Achse e stellte die Dimension der Energie dar. Der Idealzustand e0 ist ein ausgewogener fließender Energiehaushalt. In e+1 ist die Energie zu verflüssigt, zu entrinnend, zu beweglich. Im Gegensatz dazu ist in e-1 die Energie zu verdickt, zu starr, zu fest, zu unbeweglich.

Der im Optimum charakteristische Unternehmenszustand befindet sich im Schnittpunkt beider Achsen. Das ideale Unternehmen ist fließend im Hier und Jetzt.

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Aus dem Modell lassen sich 5 Zustände beschreiben, wobei bei sich in 4 Zuständen das Unternehmen außerhalb seines Gleichgewichts befindet. Weiß man um den Zustand des Unternehmens bescheid, können davon ausgehend verschiedene Handlungsstrategien abgeleitet werden, um das Unternehmen wieder in seinen 5ten Zustand, den Idealzustand, zu bringen.

Befindet sich das Unternehmen im oberen Quadrant, dann fehlt es generell an Umsetzungsvermögen der Unternehmensziele, Ideen und Projekten - Mangel des Outputs - während hingegen das Unternehmen im unteren Quadrant über zu wenig aktuelle Handlungsimpulse, Ideen, Innovationen und Aktionismus verfügt - Mangel des Inputs.

Außerhalb des Gleichgewichts, der Ausgeglichenheit übersieht das Unternehmen die Anforderungen der Gegenwart, des Augenblicks, der echten Wirklichkeit und nicht der im Geiste konstruierten.

Bildlich gesprochen kann man eine Analogie zu den drei verschiedenen Aggregatszuständen des Wassers ziehen.

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Zustandbeschreibung

TitelAchseZustandBeschreibung
Zentrierung
= Optimum Idealzustand
t0 e0 Im gegenwärtigen Augenblick,
im Hier und Jetzt
Energie ist ausgeglichen, fokussiert, zentriert
Unternehmen ist kraftvoll stabil gleichzeitig flexibel beweglich
in seiner Mitte ruhend
offen und bereit für Wandel
inspirativ, visionär, intuitiv, innovativ
Trends setzen, Pioniergeist, Entrepreneurship
agierend aus sich heraus
in seiner PRÄSENZ
Illusion t+1 e+1 Fokus auf Zukünftiges
Energie zu flüssig, nicht gebündelt, leckt aus
1000 Ideen aber keine Umsetzung
es fehlt an Bodenhaftung, Realitätssinn
Potenzial droht davon zu fliegen, abzuheben, zu verpuffen
Zuflucht t+1 e-1 Fokus auf Zukünftiges
Energie schwer, dicht, starr
Horrorszenarium
Unternehmen Flucht in die Zukunft
„morgen wird's besser" oder Angst vor der Zukunft (Horrorszenarium, Schwarzmalerei)
zu viel Grübeln, Sorgen was zukünftig geschehen könnte
dabei Handlungsunfähig und reagierend
Lethargie t-1 e-1 Fokus auf Vergangenes
Energie schwer, dicht, starr

Unternehmen zu vergangenheitsorientiert
festgefahren in Tradition und alten Denkmustern
alten Zeiten nachtrauern „früher war alles besser"
keine Ideen, keine Motivation, keine Vision
Gefühl von Enge sich nicht bewegen zu können,
Handlungsunfähigkeit

Treibjagd t-1 e+1 Fokus auf Vergangenes
Energie zu flüssig, nicht gebündelt, leckt aus

Unternehmen zu viel im Kopf, in Gedanken, in Immateriellen
vor sich hinträumen, in vergangenen Erinnerungen feststecken bleiben während Gegenwart davon galoppiert
immer ein Stückchen zu langsam,
Gelegenheiten und Trends hinterherjagen

 

Modellannahmen

Grundvoraussetzungen für das Verständnis des Ganzheitlichen Management-Modells sind folgende Modellannahmen:

  • Hermetisches Gesetz - wie innen so außen, wie oben so unten.
    D.h. so wie jeder einzelne Mitarbeiter, so das gesamte Unternehmen. So wie die Führungsebene, so die Mitarbeiter. Kennt man einen Kernaspekt, können Rückschlüsse auf das gesamte Unternehmen gezogen werden.
  • Wechselseitige Bedingtheit.
    Alles steht im Zusammenhang, ist untrennbar miteinander verbunden und im gegenseitigen Austausch.
  • Im Gleichgewicht sein ist der natürliche Zustand.
    Der Mensch strebt von Natur aus nach Harmonie und Einheit und möchte zurück in sein Zentrum, sobald er sich aus seiner Mitte entfernt hat.
  • Heilung passiert von alleine.
    Heilung kann nicht „gemacht" werden. Sie passiert ohne Druck und ohne Kraftakt. Sie kann nur in Gang gebracht werden, der restliche Prozess geschieht auf natürliche Weise.
  • Panta rhei.
    Alles fließt und ist dem stetigen Wandel unterworfen.
  • Wachstum, Weiterentwicklung und persönliche Selbstentfaltung sind erstrebenswert.
  • Irritation ist unterschiedsbildend und führt zu Lerneffekten.
  • Leistung, Freude und Lernen stehen in einem Dreieck zueinander.
  • Energie folgt der Aufmerksamkeit.
  • Materie beginnt im Geist.
  • Geist ist trainierbar und transformierbar.
  • Es gibt eine höhere universelle Kraft.
  • Bewusstheit und Achtsamkeit sind die Schlüssel.